Responsive, Native, Mobile

Mit der starken Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets ist „Mobile“ ein notwendiger Bestandteil jedes Unternehmensauftritts geworden. 

Noch bis vor 2-3 Jahren wurde üblicherweise eine separate mobile Version einer Webseite angelegt. Diese Variante treffen Sie bei bestehenden Seiten noch an, meist gut zu erkennen an den entsprechenden Subdomains. Dabei wurde zugunsten einer optimierten Darstellung auf verschiedenen Endgeräten ein entscheidender Nachteil in Kauf genommen: Die Inhalte der Webseite müssen doppelt gepflegt werden, durch Sie oder Ihre Internetagentur. 

Responsive Design

Seit dieser Zeit haben sich mit den Endgeräten auch die zugrunde liegenden Webtechnologien stark weiter entwickelt.  Heute ist „Responsive Design“ in aller Munde und gängige Praxis jeder Internetagentur. Die Webseite reagiert darauf, mit welchem Device bzw. welcher Auflösung sie dargestellt wird. Das Konzept dahinter: Inhaltselemente werden bei kleineren Geräten verschoben, neu positioniert oder ganz ausgeblendet. Dazu dienen sogenannte Sprungpunkte (bzw. „break points“), die typischerweise zwischen 3-5 Darstellungsmodi differenzieren. Damit wird eine gute Lesbarkeit und Bedienbarkeit auf kleineren SmartPhones ermöglicht und trotzdem der Full Screen bei Desktop PCs ausgenutzt.

Wesentliche Vor- und Nachteile im Responsive Webdesign:

  • Inhalte werden nur einmal gepflegt und je nach Endgerät optimiert dargestellt.
  • Inhalte müssen daher priorisiert werden, nur die wichtigsten Elemente bleiben bei kleinen Devices, der Rest wird „versteckt“. Besonderes Augenmerk gilt der Nutzerfreundlichkeit bei eCommerce Anwendungen! Auf allen Geräten! 
  • Die Anforderungen an die Entwickler steigen. Klassische Screen-Designer müssen jetzt die dahinter liegende CSS Technik mitdenken, um das „Springen“ zwischen den Darstellungsmodi zu ermöglichen.
  • Responsive Design ist wie jeder Designentwurf iterativ und beginnt in der Konzeption Ihrer Unternehmenspräsentation und zieht sich durch das gesamte Projekt. Diese bedeutet automatisch einen höheren Abstimmungsbedarf, der Abnahmeprozess wird komplexer. Die Breakpoint Entscheidung (Anzahl und Inhalte) kommt sehr früh im Projekt und lässt sich im Nachhinein nur mit Mehraufwand ändern. Durch die steigende Komplexität kann bei großen Projekten dennoch eine agile Entwicklung sehr attraktiv für Sie sein.

Der Aufwand für die Entwicklung und Umsetzung eines Responsive Designs durch Ihre Internetagentur ist damit allerdings auch höher. Responsive Webseiten kosten daher je nach Funktionsumfang ca 30-50% mehr. Andererseits wird der Support (Folgekosten) bei Responsive Websites geringer ausfallen, da die Anzahl der anzupassenden Templates bei Änderungswünschen gegenüber separaten mobilen Versionen deutlich reduziert ist. 

  • Die Content Strategy wird komplexer, u.a. muss das Content Inventory die Darstellungsmodi berücksichtigen.
  • Mock-ups und Klick-Dummies für die verschiedenen Darstellungsmodi zu erstellen wird umfangreicher. 
  • Die Qualitätssicherung wird aufwändiger, die Webseite muss auf mehreren Devices getestet werden.

Mobile Apps

In diesem Zusammenhang steht auch die Frage im Raum: Ab wann lohnt sich eigentlich eine Investition in eine „echte“ mobile App (Native Apps), die Sie dann u.a. per Google Play und Apple Store Ihren Kunden anbieten können?

Unsere Meinung:

  • Falls Push Nachrichten verwendet werden sollen und für die Anwendung einen echten Vorteil darstellen.
  • Es kann Anforderungen an Design und Usability geben, die aktuell nur mit nativen Apps umsetzbar sind.  
  • Wenn dynamische Datenablage oder größere Datenmengen mobil verfügbar gemacht werden müssen (intensives Bildmaterial, statusabhängige dynamische Inhalte etc.) 

Berücksichtigen Sie beim Thema mobil zudem: Die Netzverfügbarkeit/Bandbreiten außerhalb der HotSpots in den deutschen Großstädten muss man leider immer noch als mangelhaft bezeichnen. Lange Ladezeiten sind andererseits eine der Hauptursachen für Abbrüche des Webseitenbesuchs.